11/02/2026 0 Kommentare
Shanghai fern von wo. Literaturcafé zu einem Werk von Ursula Krechel
Shanghai fern von wo. Literaturcafé zu einem Werk von Ursula Krechel
Haben Sie Lust, sich auf ein literarisches Werk einzulassen und Ihre Gedanken darüber mit anderen zu teilen? Sie sind herzlich eingeladen!
Am Mittwoch, dem 10. Februar steht das Werk „Shanghai fern von wo“ von Ursula Krechel im Mittelpunkt des Vormittags:
Da steht sie mitten in einer Restaurantküche in Shanghai und walkt den Teig, als ginge es um ihr Leben, und das tut es auch. Ein Strudel soll es werden, ein süßer natürlich, aber dann füllt sie, was noch übrig ist, mit zartem Gemüse, und auf einmal hat sie der chinesischen Küche etwas hinzuerfunden, was niemand mehr missen möchte: die Frühlingsrolle. Franziska Tausig ist eine von vielen, der Berliner Buchhändler Ludwig Lazarus ist ein anderer, und am Ende waren es achtzehntausend Juden, die seit 1938 eines der letzten Schlupflöcher noch nutzen konnten und so im fernen fremden Shanghai überlebten. Sie kamen ohne Visum und Illusionen mit einem Koffer und zehn Reichsmark in der Tasche, Anwälte, Handwerker, Kunsthistoriker, und wenn sie in dieser überfüllten Stadt und dem feucht drückenden Klima zurechtkommen wollten, dann waren Erfindungsgabe und Tatkraft gefordert. Nicht jeder war, nach dem, was hinter ihm lag und vor ihm, dazu imstande.
Bitte melden Sie sich an, damit ich planen kann: Tel.: 0151-74261723, dr.carolin.paap@googlemail.com
Literatur-Café
Ursula Krechel, Shanghai fern von wo
Mittwoch, 10. Februar 2027
9.30-11 Uhr
Paul-Gerhardt-Gemeindehaus
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